Beilstein:Dornröschen der Mosel

Die Geschichte der Pfarrei

Der Name Beilstein taucht urkundlich zum erstenmal 1129 als Name des Ritters Grafto von Beilstein auf. Bereits 1268 berichten die Akten von dem Geschlecht Braunshorn als Herrn von Beilstein. Es war der fromme Johann von Braunshorn, der 1310 am Fuße seiner Burg eine Kirche bauen ließ. Mit Bewilligung des Erzbischof Balduin von Trier wurde nun Beilstein eine eigene Pfarrei. Bis dahin war Beilstein eine Filiale von Ellenz. Weitere Verdienste erwarb sich dann der Baron Johann von Braunshorn um Beilstein für das Erlangen der Stadtrechte 1319 und 1322 der Markrechte beim Kaiser Heinrich VII. 1330 vermählte sich die Enkelin von Johann von Braunshorn, Lisa, mit Cuno Gerlach von Winneburg. 1484 wurden dann die Winneburgs evangelisch. Beilstein war dann mit der kurzen Unterbrechung durch die spanische Besatzung bis 1636 evangelisch. Einer der Grafen von Winneburg hatte vorher die Burg an den Erzbischof von Trier verpfändet. Da die Winneburg den Pfand nicht einlösen konnten, fiel die Besitzungen und die Burg an das Erzstift Trier. Dem Grafen Emmerich von Metternich wurde dann 1636 die Herrschaft über Beilstein übertragen. Die Metternichs waren ein katholisches Geschlecht. Um den katholischen Glauben wieder einzuführen, brachte der Graf die Karmeliten nach Beilstein. Graf Emmerich von Metternich schenkte dem Orden den Rammersberg und eine Stiftung von 4000 Talern zum Bau eines Klosters und einer Kirche auf diesem Berg. Nach einer längeren Verzögerung konnten dann die Patres 1686 mit den Klosterbau beginnen. Bis dahin wohnten die Patres provisorisch am Gestade an der Mosel. Zur Pfarrei zählten nun auch die Orte Poltersdorf, Briedern und Mittelstrimmig. 1691 war dann die Grundsteinlegung der neuen Kirche auf dem Rammersberg. 1689 wurde die Burg durch die Franzosen zerstört. Der Graf von Metternich verließ vorher die Burg. In der nun folgenden Zeit bauten die Karmeliten ihren Einfluß in der gesamten Region weiter aus. Beilstein wurde mehr und mehr zur großen Pilgerstätte mit besonderer Verehrung der Muttergottes in der Skulptur der Schwarzen Madonna. 1808 wurden durch die Ereignisse der französischen Revolution die Mönche vertrieben und eine großer Teil des Kloster zum Abbruch freigegeben. Beilstein wurde wiederum von einem diözesan Geistlichen versorgt. 1948 wurde dann die Pfarrei wieder von den Karmeliten übernommen. Heute ist die einlandende Barockkirche ein beliebtes Ziel von Hunderttausenden Besuchern aus aller Welt.